Touren - Valli Stura, Grana und Maira

Leontopodium, EdelweißPiemont – "Talsprünge" : Valle Stura, Valle Grana und Valle Maira in 8 Tagesetappen

Rauschende Wildbäche, hochgelegene Klöster und aromatischer Castelmagnokäse

Termin: -----------------  Preis 850,- €   mit Gepäcktransport

Aus dem hübschen, mittelalterlich anmutenden Städtchen Vinadio im mittleren Talabschnitt geht es, vorbei an militärischen Befestigungen aus dem 19. Jh., ins Rio-Freddo-Seitental und schließlich stets bergan zum Fuß des mächtigen Monte Malinvern (2939m) an der französischen Grenze. Von hier bleiben wir erst einmal in der Einsamkeit des Hochgebirges und ziehen über mehrere Pässe hinweg. Auf der französischen Seite entdeckt man vom Colle della Lombarda die für den Skitourismus begangenen Bausünden. Gerne wenden wir uns schnell weiter und steigen ab ins wunderschöne Sant’ Anna di Vinadio. Hier liegt das höchstgelegene Kloster Europas und die freundlichen Menschen, die hier während der Sommermonate das Santuarium bewirtschaften, versprühen tatsächlich den besonderen Geist dieses Ortes.

dem Himmel so nahAm nächsten Morgen geht’s weiter herunter ins Tal, nach Strepeis, denn Sehenswertes gibt es bereits seit dem 17. Jh. nicht nur „oben“. Wer sich hier im schwefelhaltigen Thermalbad erholen möchte, sollte allerdings eine eigene Badekappe besitzen, denn leihen wird teuer. Bald schon schlagen wir uns auf die andere Talseite nach Sambuco. Von hier, natürlich nachdem wir die ausgezeichnete Küche von Daniele und seiner Frau (oder dem Papa in der benachbarten Osteria della Pace) genossen haben, führen alle Wege steil nach oben, wo sich ein Pass an den anderen reiht. Am Colle del Mulo stoßen unsere drei Täler zusammen: wir  zweigen vorher ab nach Castelmagno im Valle Grana, wo wir unweit der Wallfahrtskirche Santuario San Magno  übernachten werden. Hier reift der Castelmagnokäse,  einer der besten Käse und die Spezialität des Granatales. Nur hier in diesem Tal mit seiner speziellen Kräutervielfalt darf er sich so nennen. Dass wir diesen herrlichen Ort am nächsten Morgen verlassen müssen, versüßen uns nur die spektakulären Rückblicke beim Aufstieg zum Colle Sibolet (2532 m) auf das sich in der Morgensonne langsam dem Blick entziehende Santuario.

Alle Wehmut ist spätestens auf der Gardetta vergessen. Diese grüne Hochebene bietet neben grandiosen Aussichten, idyllischen Almbildern und interessanten Gipfeln auch Höhepunkte für Militärfans mit Einblicken in die „Befestigungsphase“ der Mussoliniära. Zahlreiche Bunker sind hier oben zu entdecken und, wem es gefällt, (mit gebührender Vorsicht) zu besichtigen.
Auf der Gardetta gehen wir ein Stück auf den percorsi occitani des Valle Maira. Tiefer werden wir in dieses hübsche Tal auch nicht absteigen, sondern wenden uns wieder unserem Ausganspunkt Valle Stura zu. In Pontebernardo, dass wir nach einem langen Abstieg erreichen, befinden wir uns in einem rustikalen Bergdörfchen, dessen langsamer Rhythmus wohltut. Im Transhumanzmuseum kann man sein Wissen über die Sambucanaschafe und die Arbeit der Hirten auffrischen. Überall hier treffen wir, wie so oft, ganz herzliche Menschen, von denen man sich nur schwer verabschiedet, doch noch ein weiterer Wandertag liegt vor uns. Über den Beccho Rossi, den roten Schnabel, erklimmen wir das Bergdorf Ferrere. Schon auf dem Weg erfahren wir die Besonderheit und Schönheit dieses Seitentales. Der Forneris-Seitenbach gehört zu den schönsten Wildbächen, die ich hier im Valle Stura bisher gesehen habe. Fast möchte man nicht mehr weitergehen, doch wenn sich einem erst der Ausblick auf das in einen weiten Alpkessel eingebettete Ferrere öffnet, ist man ausgesöhnt, denn schöner als hier kann man eine Wanderung kaum ausklingen lassen.
Hier lohnt sich auch ein Besuch im Schmugglermuseum, dass die Zeit des Salzschmuggels wieder aufleben lässt.

Santuario San Magno

 

Anforderungen: keine alpinistischen Schwierigkeiten, hinsichtlich Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer jedoch anspruchsvoll (5-6 h Gehzeit, 1mal 7 h, max. auf/ab 1300 m, im Schnitt 850 m).

 

Leistung: 9 mal Halbpension, Übernachtung in Doppel- und Dreibettzimmern, teilw. Schlafsaal (dann EZ und DZ nach Verfügbarkeit gegen Aufpreis vor Ort buchbar), Bus- und Taxitransfer, 7 x Gepäcktransport (Gardetta ohne Gepäcktransport, nur Tagesrucksack), Wegbegleitung und thematische Einführung in die Region. Die An- und Abreise sind nicht im Preis enthalten.

 

Anreise: bis Cuneo ist die Anreise per Bahn möglich. Treffpunkt der Gruppe ist hier um 17:00 Uhr. Die Rückreise ist ebenfalls ab Bahnhof Cuneo möglich, jedoch nicht vor 10:00 Uhr.

 

 

Rio Freddostengelloser Enzian auf KalkgesteinDoldenblütler und MadonnaKasernenruine am Fuße des Monte Vaccia (Foto Bernd Breuer)kurz vorm Abstieg nach SambucoLa VacciaPiemonteser Rinder auf der AlpweideLago Oserotin der Nähe des Klosters St. AnnaMorgenstimmung auf der GardettaSantuario San Magno in der Morgensonne (Foto Barbara Reissland)hinterm Passo della Rocca Branciastilvolles Hotelzimmer des Hotels La Font in ChiappiBergbach im Rio Freddo SeitentalValle Grana im Licht der MorgensonneRadsportlegende Marco PantaniUmgebung des Klosters St. Anna

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